Was Hunde mich lehrten

Batzi, der Dackel:

Er lehrte mich, dass Gewalt nichts in der Hundeerziehung zu suchen hat!

Während mein Mann das große Glück hatte, mit der Deutschen Schäferhündin Jula, dem Langhaardackel Blacky und dem Rauhaardackel Bento aufzuwachsen, musste ich mich in meiner Kindheit mit den Hunden in der Verwandtschaft und der Nachbarschaft zufrieden geben, denn meine Eltern erlaubten mir - aus mir heute sehr verständlichen Gründen - kein Haustier.

Deshalb konnte ich mir den Airedale Terrier, der mich wegen seiner Vielseitigkeit und Arbeitsfreude so faszinierte und den ich mir so sehr wünschte, nur auf Hundeausstellungen und Hundeplätzen anschauen, während ich mir die Nachbarschaft- und Verwandtschaftshunde auslieh. Ganz besonders der Dackel eines herzkranken Nachbarn sorgte dafür, dass ich mich nachhaltig mit Hunden, ihrem Verhalten und ihrem Training auseinander setzte, denn „einmal von der Leine gelassen“ entwickelte Batzi immer wieder ausgeklügelte Strategien, sich meinen "Erziehungsversuchen" zu widersetzen. Verständlich, denn meine Methoden verkörperten die damals gängige Einstellung, den Hund „unterordnen“ zu wollen, um dadurch meine Stellung als „Rudelführer“ zu sichern und zu festigen.

Mit Erlaubnis von Batzis Besitzer besuchte ich den ortsansässigen Hundeplatz und lernte, Batzi "ordentlich die Meinung zu sagen".

  • Ich lernte, ihn hinten herunter zu drücken, damit er lernen sollte Sitz zu machen.
  • Ich lernte an der Leine zu rucken und zu reißen, damit er lernen sollte, anständig an der Leine zu gehen.
  • Ich lernte zu schreien, damit er lernen sollte zu hören.

Anfangs fand ich das ganz toll, denn ich fühlte mich wichtig und erwachsen, schließlich führten die Erwachsenen ihre Hunde so. Aber ziemlich schnell merkte ich, dass mir etwas ganz Wichtige verloren gegangen war, nämlich der Respekt vor dem einzigartigen Lebewesen Hund und meine Liebe zu Batzi.

Ich hörte auf zu schreien, denn ich merkte, dass mein Batzi eigentlich sehr gut hören kann. Dann ruckelte und riss ich nicht mehr an der Leine, denn mein armer Hund röchelte und hustete nach jedem Hundeplatzbesuch, weil ihm der Kehlkopf so arg strapaziert worden war. Als ich aufhörte, den kleinen braunen Hundepopo nieder zu drücken, sondern ihn freundlich aufforderte, sich zu setzen und ihn dafür lobte und ein Leckerchen gab, war es mein letzter Tag auf diesem Hundeplatz.

Ich denke, Batzi hat an diesem Tag heimlich eine Flasche Champus geköpft,

weil ich verstanden hatte, dass Gewalt nichts in der Hundeerziehung zu suchen hat!

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Ginger, der Beagle-Mix:

Er lehrte mich, dass Spaß für Mensch und Hund ein wichtiger Faktor in der Hundeausbildung ist!

Endlich war es dann doch soweit, meine Eltern stimmten zu und ich durfte einen der Hunde, die ich damals mehrmals wöchentlich im Tierheim Gassi führte, mit nach Hause nehmen. Ein Airedale Terrier war er nicht, unser Ginger Baker, aber mindestens so vielseitig. Weiß-schwarz, kniehoch, krummbeinig, Ringelschwanz, ein von-jedem-etwas-und-für-jeden-etwas-Hund. Die ganze Familie liebte und erzog ihn. Diese „Breitbanderziehung“ umfasste neben den Übungen des Grundgehorsams eine beträchtliche Anzahl von Kunststücken wie z.B. peng-tot, Pfote geben, winken, krabbeln, verstecken-finden-suchen, den Puppenwagen schieben usw. sowie Just-For-Fun-Aktivitäten wie Sprünge über Besenstielhürden, durch Kunststoffreifen und balancieren auf Brettern und Balken.

Ginger wurde 14 Jahre alt. Ein toller Hund, der mit viel Spaß lernte,

weil ich verstanden hatte, dass Spaß für Hund und Mensch ein wichtiger Faktor in der Hundeerziehung ist!

 

Die fremden, bunten Hunde:

Sie lehrten mich, dass viele Probleme im Zusammenleben mit Hunden leider oftmals – meist unbeabsichtigt - “hausgemacht“ sind!

Dann kam wieder eine lange Zeit mit fremden Hunden, denn neben Studium, Job und später Familie blieb zu wenig Zeit für einen eigenen Hund. Also beschäftigte ich mich wieder mit den Hunden in meiner Umgebung, z.B. während meines studentischen Aushilfsjob in einem Hundepflegesalon und im Geschäft für Heimtierbedarf, dass mein Onkel in Hamburg führte.

Während dieser Zeit erhielt ich einen Überblick über gängige, verkäufliche “Ausbildungshilfen“ in der Hundeerziehung, sammelte fundamentale Erfahrungen hinsichtlich diverser Schur-, Trimm- und Pflegetechniken, musste aber leider auch von meinem Wunschhund Airedale Terrier endgültig Abschied nehmen, da dessen Haarkleid heftige allergische Reaktionen bei mir hervor rief. Weiterhin erhielt ich durch den engen Umgang mit Hunden und ihren Besitzern tiefe Einblicke in hundliches und menschliches (Fehl-) Verhalten. 

Ich danke all diesen Hunden und ihren Menschen,

weil ich durch sie verstanden hatte, dass viele Probleme im Zusammenleben mit dem Hund leider - oftmals unbeabsichtigt - “hausgemacht“ sind!

 

Seit 1990 leben nun eigene Hunde mit und bei mir und ein Leben ohne Hund ist für mich/uns nicht mehr vorstellbar, denn sie bereichern mein/unser Leben.

Bento, der Schäferhund:

Er lehrte mich, dass Regeln und ihre konsequente Einhaltung das Zusammenleben mit einem Hund vereinfachen!

1990 zog unser erster Familienhund bei uns ein. Ein „nicht ganz  rassereiner“ Schäferhundwelpe von nicht ganz 8 Wochen.

Manchmal sind es gerade die kleinen Dinge, die einen vorantreiben. Und Bento gehörte ganz sicher dazu. Mit seinem ungestümen Temperament wirbelte er unsere damals knapp einjährigen Zwillinge von den Beinen, sorgte für wildes Geschrei unserer damals vierjährigen Zwillinge, wenn er wieder einmal einen Duplostein zernagte oder ein Spielfeld zerstörte und versetzte die Freunde unseres damals 9-jährigen Sohnes in Angst und Schrecken, weil er sie zwar auf das Grundstück, aber nicht wieder hinunter ließ.

Ich/Wir mussten ganz einfach handeln.

Neben einer art- und altersgerechten Beschäftigung und Ausbildung mit Spaß und Belohnung für unseren Bento, die jedes Familienmitglied entsprechend seines Alter übernehmen konnte, wollte/ und sollte, stellten wir klare Regeln für alle Familienmitglieder inklusive Bento auf, wodurch  sich die Situation sehr schnell entkrampfte. Bento wurde ein wunderbarer, lustiger, gehorsamer Begleiter für mich und meine Kinder, aber insbesondere für meinen Mann, der mit ihm nach der Begleithundeprüfung die Ausbildung und Prüfung zum Diensthund/Diensthundeführer ablegte und lange nebenberuflich bei Heimspielen von Werder Bremen im Sicherheitsservice im Weserstadion arbeitete.

Bento lebte mit uns im Haus und im Umgang mit uns und unseren Kindern war er lieb, sanft und verspielt, mit anderen Hunden absolut verträglich und bei seiner „Arbeit“ auf dem Hundeplatz und im Stadion zuverlässig und souverän.

Wir sind noch immer traurig, dass wir diesen wunderbaren Hund im November 2000, damas gerade erst 11-jährig, haben gehen lassen müssen. 

Durch und mit ihm haben ich/wir gelernt und verstanden, dass Regeln und ihre konsequente Einhaltung das Zusammenleben mit einem Hund vereinfachen!

 

Jula, der Schäferhund-Münsterländer-Mix:

Sie lehrte mich, dass es keine dummen Hunde gibt, sondern nur uninteressante, langweilige Belohnungen, Spielzeuge und Menschen.

1992 zog Jula, ein Schäferhund-Münsterländerwelpe, bei uns ein. Schon sehr bald war klar, dass Jula vom Temperament eher dass Gegenteil zu Bento war. Ruhig, sanft und ein wenig laaaaaangsam, erfüllte sie schon als Welpe ihren „Job als Familientherapiehund“. Jula forderte selten, sie wollte es uns immer recht machen. Ihre Begeisterung für unsere Spiel- und Beschäftigungsideen hielt sich immer in Grenzen, aber sie spielte immer mit. Such- und Schnüffelspiele hingegen fanden nicht nur ihre rassespezifische Zustimmung, sondern plötzlich war sie hellwach und mit Eifer dabei. Da unsere vermeintlich tollen Leckerchen und Spielbelohnungen bei ihr nur ein müdes Gähnen hervorriefen, lernte Jula statt dessen mit viel Lob und Schnüffelbelohnungen, die bei ihr höchste Glücksgefühle auslösten, all die für ein Zusammenleben zwischen Mensch und Hund notwendigen Dinge und Übungen schnell und zuverlässig. Sie war absolut verträglich mit anderen Hunden, leitete unser späteres Hündinnenrudel bis zu ihrem Tod und war für unseren Bento Partnerin und Spielgefährtin.

Als Jula im März 2004 gerade 12-jährig von uns ging, riss dies ein schmerzendes Loch.

Durch sie und mit ihr haben wir gelernt, dass es keine dummen Hunde gibt, sondern nur uninteressante, langweilige und falsche Anreize und Belohnungen.

 

Die Kobolde

Pepper, Skalli und Kassan, unsere Westhighland White Terrier:

Sie lehrten mich, dass große (Ausbildungs-) Ziele nur erreicht werden, wenn die einzelnen Ausbildungsschritte von Grund auf sauber und sicher erarbeitet werden, damit sie verstanden werden.

1995 eroberte ein kleiner, frecher West Highland White Terrier unsere Familie. Pepper, eigentlich Birgit vom Sophienhof,wirbelte witzig, spritzig und unternehmenslustig durch unser Haus und buddelte sich durch unseren Garten. 1996 kam Skalli, eigentlich Birte vom Flüth, ein weiterer „Westie“ dazu, die leider durch die Schmerzen einer erblichen Erkrankung (CMO) in ihrem Temperament stark gedrosselt war. Die 3. Weiße im Bunde kam 1998 zu uns. Lissy White Pleasure, genannt Kassan, Temperament und Unternehmenslust in Reinkultur.

Entgegen der weit verbreiteten Meinung, „Terrier kann man nicht erziehen, sie haben einen eigenen Kopf“, stellten wir fest, dass dies sehr gut möglich ist und die kleinen weißen Kobolde ihre Köpfe gerne und weit öffnen, wenn man den richtigen Schlüssel benutzt. Diesen Schlüssel haben wir mit dem Clicker, einer Art Knackfrosch gefunden. Damals noch nicht so selbstverständlich und verbreitet wie heute, fuhren wir zu mehreren Clickerseminaren nach Bielefeld. Diese Ausbildungsmethode eröffnete (nicht nur) für uns ganz neue Wege der Kommunikation mit dem Hund und machte uns und unseren Hunden viel Spaß. Übungen des Grundgehorsams, aber auch „speziellere Übungen“ und hundesportliche Prüfungen und Aktivitäten wie Begleithundeprüfungen, Agility und Obedience wurden so auch für einen Highlander interessant.

Unsere kleine Kassan mussten wir im Alter von nur 5 Jahren wegen eines Bauchspeicheldrüsentumors im September 2003 gehen lassen und inzwischenn haben uns auch Pepper und Skalli verlassen. Wir werden sie in immer unseren Herzen tragen.

Unsere Weißen lehrten uns den Weg der kleinen Schritte zu gehen. Durch sie haben wir verstanden, dass große (Ausbildungs-) Ziele nur erreicht werden, wenn die einzelnen Ausbildungsschritte dahin  sauber und sicher erarbeitet wurden.

 

Unsere Border Collies

Guilleis, die mich lehrte, dass ein Hund nur Fehler macht, wenn ich es versäume zur richtigen Zeit am richtigen Ort das richtige zu tun.

Als Guilleis  (Allison Joy vom Ohlumer Berg) im Sommer 2000 bei mir einzog, wusste ich, dass ein neuer Abschnitt in meinem Leben begonnen hatte und meine Trauer um meinen unerfüllten Wunschhund Airedale Terrier ein Ende hat. Jeder Hund ist etwas besonderes, aber Guilleis ist genau die Hündin, auf die ich mein ganzes Leben gewartet habe. Mit ihrem freundlichen, offenen und sanften Wesen,  ihrer Arbeitsfreude und ihrem Willen nach Zusammenarbeit, bereicherte diese kluge und vielseitige Hündin mein Leben auf eine für mich völlig neue Art und Weise.  Im Haus war sie ruhig und verschmust, aber sobald es Arbeit gab, war sie bereit, lern- und arbeitsfreudig. Agility war unser liebstes Hobby, Guilleis war besonnen, führig und schnell. Training und Turniere machten mir mit ihr viel Freude. Seit Januar 2004 starteten wir zusammen in der Leistungsklasse A3 und haben mehrfach an Deutschen Meisterschaften im Agility und den Qualifikationsläufen zur Agility Weltmeisterschaft teilgenommen. Nachdem Guilleis in Agility-Rente gegangen ist, haben wir uns verstärkt der aus Amerika stammenden und hier noch nicht so bekannten Sportart Rally Obedience zugewandt, die wir parallel bereits seit 2006 trainierten und in der wir seit 2009 mit Erfolg an Wettkämpfen in der höchsten Leistungsklasse teilngenommen haben

Agility, Fahrradfahren, Rally Obedience- und Dogdance-Übungen, galt unser Interesse dem Hüten unserer Rauhwolligen Pommerschen Landschafe. Hier zeigte sich Guilleis ausgesprochen gut veranlagt. Mit Auge, Verstand und viel Gefühl für ihre Arbeit zeigte sie mir das einzigartige Wesen der Border Collies. 

Mein Mädchen und ich hatten einen langen und schönen gemeinsamen Lebensweg, ich habe von ihr so viel gelernt und so viel Freude am gemeinsamen Tun gehabt. Seit mich Guilleis im Juli 2016 im Alter von 16 Jahren verließ, fühle ich mich unvollständig. Ich werde meine Herzenshündin nie vergessen.

Durch Guilleis habe ich gelernt, dass ein Hund nur Fehler macht, wenn ich es versäume zur richtigen Zeit am richtigen Ort das Richtige zu tun.

 

Taisto vom Weideland:

Er lehrte uns, dass gegenseitiges Vertrauen und gemeinsame Beschäftigung die Beziehung zwischen Hund und Mensch fördern und stärken.

Kein Hund ist durch einen anderen zu ersetzten, aber man kann die Leere füllen, die sein Tod hinterlassen hat und ihm liebend gedenken, indem man erneut einen Hund in seine Familie aufnimmt. Nach Bentos Tod zog im April 2001 mit Taisto vom Weideland ein weiterer Border Collie bei uns ein.  Taisto bedeutet zwar „Krieger“, aber ganz und gar nicht kriegerisch hat er meinen Mann und unsere Familie in Besitz genommen. Lustig, zu jedem Spielchen aufgelegt, charmant, selbstbewusst und klug verstand er uns auch ohne viele Worte. Seine Bereitschaft zur Kooperation und sein Arbeitseifer waren bei der täglichen Arbeit an unseren Schafen eine unschätzbare Hilfe. Taisto ist 2003/2004 bei mehreren Hüteprüfungen (Trials) in der Trialklasse 2 gestartet und hat dort  gute Leistungen gezeigt. Neben dem Hüten, Fahrradfahren, Obedience-, Dogdance- und Nonsensübungen gehörte Agility zu den favorisierten Beschäftigungen von Taisto. Schnell und führig hat sich Taisto zügig mit Horst zu einem Team entwickelt. Seit Januar 2005 starteten die beiden ebenfalls in der Leistungsklasse A3 und haben mehrfach an Deutschen Meisterschaften im Agility und den Qualifikationsläufen zur Agility Weltmeisterschaft teilgenommen. Durch Taisto haben wir erfahren, dass gegenseitiges Vertrauen und gemeinsame Beschäftigung die Beziehung zwischen Hund und Mensch fördern und stärken..

Taisto hat uns leider im Juni 2012 verlassen. Ein schmerzlicher Verlust, der eine große Lücke hinterlässt.

Durch Taisto haben wir gelernt, dass gegenseitiges Vertrauen und gemeinsame Beschäftigung die Beziehung zwischen Hund und Mensch fördern und stärken.

 

Vlokje vom Weideland:

Er lehrte uns, dass in ein Hund nicht dominieren, sondern gefallen möchte.

Unser Flöckchen schneite uns 2003 ins Haus. Vlokje vom Weideland, unser Schöner, ein Border Collie wie aus dem Bilderbuch. Das Schönheit nur eine gelungene Beigabe ist, merkte jeder, der ihn arbeiten sah. Eifrig, aufmerksam und arbeitsfreudig war er stets bemüht, es allen recht zu machen. Und das allen ist wörtlich gemeint, denn ich habe mit ihm in der Welpen- und Junghundzeit gearbeitet , die Begleithundeprüfung absolviert und bin mit ihm auf Agilityturnieren und Rally Obedience Wettkämpfen gestartet. Horst und unser Sohn Steffen arbeiten mit ihm an den Schafen, wo er gute Ansätze zeigte. Und Steffen führte ihn im Agility in der Leistungsklasse A3 und die beiden haben mehrfach an Deutschen Meisterschaften im Agility und den Qualifikationsläufen zur Agility Weltmeisterschaft teilgenommen. Aber auch, wenn Steffen das Fahrrad, die Frisbeescheiben , die Flyballbox oder den Fußball heraus holte, Vlokje war für alles zu begeistern und ein netter Begleiter, Spielpartner und "Torwart" . Nachdem er in Agtility-Rente gegangen ist, trainierte er mit Steffen und Horst Rally Obedience und startete in der Leistungsklasse 2.

Vlokje hat uns leider im April 2014 verlassen. Ein immer lustiger Freund hat uns verlassen, wir sind sehr traurig.

Durch Vlokje haben wir erfahren, dass ein Hund zu allen Aktivitäten und Leistungen bereit ist, denn er will seinem Menschen gefallen, wenn er ihn gefunden hat.

 

Aengus, Moss und Mae , die uns jeden Tag auf's Neue lehren, dass Menschen noch viel von Hunden lernen können.

Als Söhne und Tochter von Guilleis und Vlokje sind unsere 3 "Youngster" (die inzwischen 12 Jahre alt sind) genauso gleich oder verschieden, wie menschliche Geschwister.

Aengus ist sehr eifrig, arbeitet schnell und ist sehr führig. An den Schafen zeigt er sich begabt und wird regelmäßig an ihnen gearbeitet. Beim Agility gleicht Aengus seiner Mutter Guilleis. Im April 2006 haben Horst und Aengus mit dem Agilitytraining begonnen und sind, nach bestandener Begleithundeprüfung, bereits 2007 nach nur 9 Starts in die A3 aufgestiegen. Inzwischen ist Aengus in der Agilityrente, macht noch ein wenig Rally Obedience und darf an den Schafen arbeiten. Nach wir vor bereichert er unser Leben durch seine lustige und offene Art. Aengus hat uns im Juli 2017 verlassen. Ein schwerer Schlag für meinen Mann und für mich.

Moss ist ruhig und arbeitet ebenfalls schnell und führig. Malte hat mit ihm Agility trainiert und sie sind nach bestandener Begleithundeprüfung auf Agilityturnieren gestartet. Jedoch zeigte sich Moss wahre Begabung an den Schafen. Hier ist er noch heute, mit 12 Jahren, ein zuverlässiger und unverzichtbarer Partner von Horst bei der täglichen "Schafsarbeit". geworden. Zuhause ist er unser Sonnenschein: hier sucht er unsere Nähe, liegt gerne an unserer Seite und macht unser Leben ganz einfach schöner. Aber auch Moss wird zunehmend ruhiger und an den Schafen benötigt er bald Unterstützung.

Mae, die Kleine, ist im Haus ruhig, aber sobald es etwas zu arbeiten gibt, entbrennt ihr ganzes Temperament. Sie ist dann nicht nur schnell, sondern ein Wirbelwind, der ungebremst über mich hinweg tobt. Sie fordert mir ständig neues Denken, neue Ideen für Problemlösungen und viel Geduld ab. Nach bestandener Begleithundeprüfung sind wir auf mehreren Agilityturnieren gestartet, aber nicht wirklich ein Team geworden. Deshalb haben wir schweren Herzens das Agilitytraining beendet und machen Rally Obedience. Diese ruhige, aber abwechselungsreiche Sportart fordert Mae und inzwischen sind wir zu einem Team zusammen gewachsen und sind auf RO-Wettkämpfen in der höchsten Klasse gestartet. Inzwischen ist auch Mae mit ihren 12 Jahren (etwas) ruhiger geworden, aber beim Hoopers-Training zeigt sie nach wie vor ihr ganzes Temperament. Seit Mai 2017 ist Mae Diabetikerin und ich versuche ihren Tag sehr gleichmäßig zu gestalten. Sie begleitet mich auf Spaziergängen und freut sich immer noch, mit mir ein paar alte

Leider hat mich meine kleine Prinzessin im Februar 2018 verlassen. Mach's gut "Lüttsches Ding", ich werde dich niemals vergessen.

Manchmal geht es schneller als man denkt ;-)

Im Mai habe ich mich in ein kleines, tricolor Border Collie Mädchen verliebt, das eigentlich schon anderweitig vergeben war. Doch manchmal finden Liebe und Sehnsucht einen Weg und so ist im Juli 2017 meine kleine Ceitidh (gesprochen Katie) bei mir eingezogen. Ich bin sehr glücklich, denn mein kleines Mädchen macht mich wieder ganz.

Und Ceitidh hat ihre Schwester Tia für meinen Mann mitgebracht.

Manchmal geht es eben schneller als man denkt ;-)

Manuela Klucken , Mai 2018